Notfalltipps für Patienten – von Ihrer Zahnarztpraxis „Schöner Mund“

Foto: pixabay, OpenClipart-Vectors / 27424
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Zahnschmerzen und Schmerzen im Mund- und Kieferbereich müssen ernst genommen werden. Wir helfen Ihnen mit den nachfolgenden Informationen, die richtigen Notfallmaßnahmen zu treffen. Mit unserer A-Z-Notfallliste, sind wir immer an Ihrer Seite:

Ursache: Meist liegt eine entzündete Zahnwurzel vor.

Empfehlung: Suchen Sie direkt einen Zahnarzt auf oder wenden Sie sich an den Notdienst.

Weitere Informationen: Innerhalb kurzer Zeit kann eine massive Schwellung eintreten. Vermeiden Sie daher körperliche Anstrengungen, sowie den Genuss von Zigaretten, Kaffee, Tee, Cola und kühlen Sie den schmerzenden Zahn.

Ursache: Mitunter führt zu schnelle körperliche Anstrengung nach einem Eingriff zu verstärkter Blutung.

Empfehlung: Helfen kann ein steriles Stofftuch, das auf die Wunde gelegt und auf welches ca. 30 Minuten leicht gebissen wird. Hilft dieser „Druckverband“ nicht und die Blutung hält an, sollten Sie sich an Ihren Zahnarzt oder den zahnärztlichen Notdienst wenden.

Weitere Informationen: Schwache Nachblutungen ca. zwei bis drei Stunden nach einem zahnärztlichen Eingriff sind auf den Rückgang des Narkosemittels zurückzuführen. Tritt eine Blutung nach mehr als 12 Stunden wieder auf, kann dies auf eine Wundheilungsstörung hinweisen. Auch blutverdünnende Schmerzmittel, z.B. Aspirin, können die Ursache sein. Körperliche Anstrengung sollte vermieden werden. Auf Zigaretten, koffeinhaltige und alkoholische Getränke sollte verzichten werden.

Ursache: Mitunter führt zu schnelle körperliche Anstrengung nach einem Eingriff zu verstärkter Blutung.

Ursache: Eine Versorgung kann sich nach Jahren lockern, insbesondere bei starker Belastung.

Empfehlung: Suchen Sie möglichst umgehend Ihren Zahnarzt auf.

Weitere Informationen: Kurzfristig können Sie die Krone mit Zahnpasta wieder einsetzen. Grundsätzlich besteht jedoch die Gefahr, dass Sie die Krone verschlucken, daher sollten Sie diese möglichst schnell wieder professionell einsetzen lassen.

Ursache: Meist liegt eine akute und bakterielle Infektion vor.

Empfehlung: Suchen Sie innerhalb kurzer Zeit einen Zahnarzt auf oder wenden Sie sich an den zahnärztlichen Notdienst.

Weitere Informationen: Eine Ausbreitung der Infektion muss verhindert werden. Leiden Sie zudem noch unter Fieber oder Erbrechen, sollte sofort gehandelt werden. Als unterstützende Maßnahme können feucht-kalte Umschläge Ihre Beschwerden lindern. Die Entzündung selbst muss ärztlich behandelt werden.

Ursache: Eine sich entwickelnde Karies kann dazu führen, dass eine Füllung herausfällt.

Empfehlung: Der empfindliche Zahn sollte möglichst schnell wieder von Ihrem Zahnarzt versorgt werden.

Weitere Informationen: Um eine Reizung oder eine Entzündung des Zahnnervs zu meiden, sollte die Füllung möglichst schnell ersetzt werden. Bis zum Termin sollte auf harte Speisen verzichtet werden, damit es nicht zu einer zusätzlichen Zahnfraktur kommt. Kurzfristig kann das Loch mit einem zuckerfreien Kaugummi notversorgt werden.

Ursache: Meist liegt ein Unfall, z.B. beim Sport zugrunde.

Empfehlung: Eine rasche Versorgung ist besonders dann angezeigt, wenn der Zahnnerv freiliegt.

Weitere Informationen: Nehmen Sie das abgebrochene Zahnstück mit zu Ihrem Zahnarzt oder zum zahnärztlichen Notdienst. Da es verschiedene Möglichkeiten der Versorgung bei einer Fraktur gibt, kann dieses ggf. noch genutzt werden. Das Bruchstück bitte in der Mundhöhle oder der Zahnrettungsbox lagern damit es nicht austrocknet.

Ursache: Eine Versorgung kann sich nach Jahren lockern, insbesondere bei starker Belastung.

Empfehlung: Suchen Sie möglichst umgehend Ihren Zahnarzt auf.

Weitere Informationen: Kurzfristig können Sie das Inlay mit Zahnpasta wieder einsetzen. Grundsätzlich besteht jedoch die Gefahr, dass Sie das Inlay verschlucken, daher sollten Sie dieses möglichst schnell wieder professionell einsetzen lassen.

Ursachen: Möglich sind: Karies oder undichte Füllungen

Empfehlung: Kann die Kälteempfindlichkeit nicht auf ein direktes Einwirken von außen (z.B. Speiseeisgenuss, sehr kalte Getränke) zurückgeführt werden, suchen Sie bitte Ihren Zahnarzt

Weitere Informationen: Reizen Sie den Zahn nicht durch harte, kalte oder säurehaltige Speisen. Eine Überempfindlichkeit kann auch entstehen, wenn Sie mit einer Krone / Brücke versorgt wurden. Dann sollten die Beschwerden jedoch in den nächsten Tagen zurückgehen. Das Auftragen fluoridhaltiger Zahnpasta mindert die Empfindlichkeit.

Ursache: U. a. kann es sich um Entzündungen im Bereich der Weisheitszähne oder Muskelverspannungen handeln.

Empfehlung: Suchen Sie einen Zahnarzt.

Weitere Empfehlungen: Die Therapieempfehlungen bei einer Kieferklemme richten sich nach der Ursache. Keinesfalls sollte versucht werden, den Kiefer ohne fachmännische Anleitung auseinanderzuziehen, da dies zu Verletzungen führen kann.

Ursache: Ein ausgerenktes Kiefergelenks kann zugrunde liegen.

Empfehlung: Suchen Sie schnellstens einen Zahnarzt oder einen zahnärztlichen Notdienst auf, da der Kiefer vom Fachmann eingerenkt werden muss.

Weitere Empfehlungen: Zum ausgerenkten Kiefer kann es durch gezielte Traumata gegen den Kiefer oder beim Gähnen (oder anderen weiten Mundöffnungen) im vorgeschädigten Kiefergelenk kommen. Keinesfalls sollte versucht werden, das Kiefergelenk selbst zu „renken“, da dies zu Verletzungen führen kann.

Ursache: Eine Versorgung kann sich nach Jahren lockern, insbesondere bei starker Belastung.

Empfehlung: Suchen Sie möglichst umgehend Ihren Zahnarzt.

Weitere Informationen: Kurzfristig können Sie die Krone mit Zahnpasta wieder einsetzen. Grundsätzlich besteht jedoch die Gefahr, dass Sie die Krone verschlucken, daher sollten Sie diese möglichst schnell wieder professionell einsetzen lassen.

Ursache: Wie der Name schon sagt, handelt sich um eine Übergangslösung. Damit besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass sich das Provisorium löst.

Empfehlung: Ist das Provisorium zerbrochen oder Sie haben es komplett verloren, suchen Sie bitte Ihren Zahnarzt auf.

Weitere Informationen: Kurzfristig können Sie das Provisorium mit Zahnpasta wieder einsetzen. Achten Sie bitte darauf, das Provisorium vorher unter fließendem Wasser zu reinigen, ggf. können Sie auch eine Zahnbürste benutzten. Mit etwas Zahnpasta können Sie das Provisorium kurzfristig selbst wieder einsetzen. Wenn dies nicht möglich ist, kann der möglicherweise darunterliegende Zahn bei Temperaturempfindlichkeit mit einem zuckerfreien Kaugummi abgedeckt werden.

Ursache: Lange getragene Prothesen oder nicht sachgerechter Umgang können zu Schäden an der Prothese führen.

Empfehlung: Wenden Sie sich direkt an Ihren Zahnarzt oder das zahntechnische Labor.

Weitere Empfehlungen: Keinesfalls sollten Sie die Prothese selbst kleben, da handelsübliche Kleber in der Regel wasserlöslich sind, ggf. Giftstoffe enthalten und die Bruchstellen verunreinigen könnten.

Ursache: Wundschmerz nach Zahnentfernung ist unvermeidlich. Das umliegende Gewebe benötigt Zeit zur Wundheilung.

Empfehlung: Bei anhaltenden sehr starken Schmerzen, die ggf. noch mit Fieber einhergehen sollten Sie Ihren Zahnarzt oder einen zahnärztlichen Notdienst aufsuchen.

Weitere Informationen: Verzichten Sie auf körperliche Anstrengungen, Zigaretten, Alkohol und weitere anregende Getränke. Kühlen Sie die Wunde (jedoch nicht zu sehr) und nehmen Sie vor dem Schlafengehen ein Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen, Paracetamol). Verzichten Sie zudem für ca. zwei Tage auf milch- und mehlhaltige Speisen, da diese das Bakterienwachstum fördern.

Ursache: Nervenentzündung des Zahns

Empfehlung: Wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt oder den zahnärztlichen Notdienst.

Weitere Informationen: Vermeiden Sie zusätzliche Wärmezufuhr, spülen Sie mit kaltem Wasser oder lutschen sie Eiswürfel. Um Folgeschäden, wie z.B. das endgültige Absterben des Zahns, zu vermeiden, muss ein Zahnarzt aufgesucht werden. Auch, wenn die Schmerzen immer wieder zurückgehen, muss der Zahn professionell versorgt werden, da es zu einer starken Vereiterung des Zahns kommen kann.

Ursache: Äußere Gewalteinwendung im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich

Empfehlung: Suchen Sie unmittelbar einen Zahnarzt oder den zahnärztlichen Notdienst auf.

Weitere Informationen: Der Zahn sollte so schnell wie möglich (außer bei Milchzähnen) wieder professionell eingesetzt werden. Ausgeschlagene Zähne sollten daher, falls vorhanden, in einer Box (z.B. Zahnrettungsbox) gelagert werden. Falls keine Box vorhanden ist, den Zahn im Mund lagern. kann hierzu gekühlte H-Milch eingesetzt werden. Der Zahn darf auf keinen Fall an der Wurzel angefasst werden oder austrocknen.

Ursache: Verletzung des Zahnfleisches beim Zähneputzen oder Reinigen mit Zahnseide, Wechsel der Zahnbürste

Empfehlung: Lassen Sie Ihr Zahnfleisch von Ihrem Zahnarzt gründlich untersuchen, um Folgeschäden zu vermeiden.

Weitere Informationen: Meist reicht schon eine gründliche Reinigung des Zahnfleischrandes und der Zähne um die Beschwerden zu lindern. Möglich ist aber auch eine Zahnfleischentzündung (Parodontose). Diese muss professionell behandelt werden, da sie als Ursache für viele weitere Erkrankungen (z.B. Diabetes, Herz-Kreis-Erkrankungen) steht.